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Jeder Assistent bekommt eine Einstufung nach der europäischen KI-Verordnung. Sie wird automatisch aus dem Aufbau bestimmt und lässt sich begründet übersteuern.
| Klasse | Bedeutung |
|---|---|
| Begrenzt | Der Normalfall. Geringes Risiko, keine besonderen Pflichten außer dem Hinweis am Ergebnis. |
| Begrenzt + | Erhöhtes Risiko, verstärkte Transparenzpflichten. |
| Hoch | Hochrisiko. Das Ergebnis trägt zusätzlich einen erweiterten Hinweis. |
Die Einstufung erscheint im Hinweis vor dem Start und im Info-Bereich während eines Laufs.
Alle Regeln laufen unabhängig voneinander. Jede zutreffende Regel erscheint als eigener Punkt in der Begründung; es gilt die höchste verlangte Klasse.
| Regel | Ergebnis |
|---|---|
| Der Assistent verarbeitet besondere Kategorien personenbezogener Daten | Hoch |
| Er klassifiziert mit dem Sprachmodell und handelt automatisch, ohne Freigabeschritt dazwischen | Hoch |
| Er nutzt Funktionen mit Schreibwirkung an einem Fremdsystem oder ein eigenes Werkzeug, das als schreibend gekennzeichnet ist | Begrenzt + |
| Er enthält einen Freigabeschritt | Begrenzt + |
| Er nimmt personenbezogene Dokumente als Upload entgegen (etwa PDF, DOCX, E-Mail-Formate) | Begrenzt + |
| Keine Regel trifft zu | Begrenzt |
Die Bewertung läuft bei jedem Speichern neu, solange niemand übersteuert hat. Ändert sich der Aufbau, ändert sich gegebenenfalls die Klasse.
Der Hinweis am Einstufungszeichen listet jede ausgelöste Regel als eigenen Punkt. Sehen Sie drei Punkte, waren drei Faktoren beteiligt. Genau diese Aufschlüsselung ist die von der KI-Verordnung verlangte Transparenz — und für Sie der schnellste Weg zu verstehen, warum ein Assistent hoch eingestuft ist.
Die zweite Regel — klassifizieren und automatisch handeln — ist die einzige, die sich durch eine Änderung am Aufbau entschärfen lässt: Wird zwischen die Bewertung durch das Sprachmodell und den schreibenden Schritt ein Freigabeschritt gesetzt, entfällt sie.
Der Assistent fällt damit aus „Hoch" heraus — und zwar aus dem richtigen Grund: Es entscheidet wieder ein Mensch.
Empfehlen Sie das aktiv, statt Übersteuerungen zu genehmigen. Eine Umgehung per Übersteuerung ändert die Einstufung, nicht das Risiko.
Wer einen Assistenten erstellt, kann die Klasse selbst setzen: über die Schaltfläche neben dem Einstufungszeichen im Editor. Eine Begründung ist Pflicht und wird protokolliert.
Danach läuft die automatische Bewertung für diesen Assistenten nicht mehr, bis wieder auf „automatisch" zurückgestellt wird. Ein übersteuerter Wert ist am Stift-Zeichen erkennbar; die Begründung erscheint als Hinweistext.
Sie als Administration können die Klasse fremder Assistenten ändern — eigenständig oder im Zuge einer Freigabe. Dafür brauchen Sie ein Recht, das standardmäßig nur beim Eigentümer liegt und für die Administration ausdrücklich freigeschaltet werden muss.
Beide Wege sind protokollpflichtig, mit Begründung und alter Herkunft.
Begründung lesen — welche Regeln haben ausgelöst?
Aufbau prüfen — oft ist die Bewertung korrekt, weil ein Schritt tatsächlich schreibend ist oder ein Upload-Format personenbezogene Dokumente zulässt.
Bei einem Werkzeugaufruf auf ein eigenes Werkzeug entscheidet ein Schalter im Schritt, ob er als schreibend gilt. Die Bewertung kann das nicht selbst feststellen — sie sieht den Aufruf, nicht den Code dahinter. Ist der Schalter falsch gesetzt, korrigieren Sie ihn im Schritt, statt die Einstufung zu übersteuern.
Freigabeschritt einbauen lassen — der saubere Weg zurück aus „Hoch".
Erst dann übersteuern — mit einer Begründung, die auch in einem Jahr noch trägt.